Schlagwort: Empathie

  • Hybride Teams Führen

    Hybride Teams führen heißt, besonders die weichen Faktoren in das eigene Führungsverhalten gut zu integrieren. Einerseits geht es um eine gute Balance zwischen Einfluss und Unterstützung und andererseits erzielen wir damit eine enthusiastische und freiwillige Haltung. Und das besonders deshalb, weil wir empathisch aufeinander eingehen.

    Empathisch als Führungskraft ein offenes Ohr zu haben, die Mitarbeiter Ernst zu nehmen und mit ihnen gemeinsam Lösungen zu entwickeln, entfaltet ganz neue Kräfte. So werden werden die Mitarbeiter ermutigt, neue Lösungen aufzeigen und dadurch laufend Chance zum Lernen ergreifen. Wir brauchen dringend neue Skills (Digitalskills, Reskilling, Humanskilling und Metaskilling). Diese können wir am Schnellsten gemeinsam durch Work out Loud Sessions, durch Coaching, Bestpratice Meetups und Reverse Mentoring oder Pairing entwickeln. Corporate Learningsprints ermöglichen eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Diese glaubwürdig zu gestalten, beinhaltet dementsprechend immer auch anzuerkennen, dass unser Wissen begrenzt ist. Was wir zu einem bestimmten Zeitpunkt wussten, kann am nächsten Tag schon wieder überholt sein. Was wir in Zukunft brauchen, ist permanentes Lernen in der Organisation. Das anzuerkennen und sich dahingehend untereinander zu stärken, verhilft zu einer Kultur des Lernens und der Offenheit, in der Veränderung erfolgreich gemeinsam gestaltet werden kann.

    Die zehn Hauptmerkmale dieses hybriden Führungsverständnis:

    • Hören Sie aufmerksam auf Ihre Mitarbeiter und entscheiden Sie sich dann.
    • Entwickeln Sie gemeinsam Ihre Teamvision.
    • Stärken Sie die Partizipation.
    • Entdecken Sie Talente.
    • Fördern Sie die Teamarbeit.
    • Veränderung ist gemeinsames lernen
    • Führung kann die Veränderung positiv framen
    • Geben und Engagement schaffen.
    • Schaffen Sie eine Kultur des Respekts.
    • Lernen Sie voneinander und miteinander

    Ist ein neuer Führungsstil nötig, um hybride Teams zu führen ?

    Addiert man die Beschreibungen über Führungsstile von Goleman, Boyatzis, Den Kanon und McKee folgt der am besten geeignete Führer, soll die Transformation durchführen. Der Kurswechsel, der notwendig ist, um vom Krisenoffice in eine sehr individualisierte Form des hybriden Arbeitens zu gehen. Diese Führungskraft muss gut die Learnings aus dem raschen Übergang ins Krisenoffice mit allen Phasen der Veränderung und des Ausprobierens im Blickfeld haben, und die Fähigkeiten eines Visionärs besitzen. Das heißt, in der Lage sein, eine neue zukunftsfähige Workplace-Strategie zu zeichnen, die anregend ist. Gemeinsam, im Mitarbeiterkonsens, im Aufbau von Engagement und unter Generierung neuer Ideen, gelingt es die derzeitige Workplacesituation zu einer Next Work Strategie weiter zu entwickeln. Die passende Wahl des Vorgehens ist Partizipation, Erhöhung des Tempos und ein herausforderndes anregendes Workplace Zukunftsziel. Es soll jedem die Möglichkeit geben seine individuellen Bedürfnisse einzubringen, um künftig kompetent und motiviert gemeinsam oder allein, je nach Aufgabe zusammenzuarbeiten.

    Hybride Teams zu führen schafft ein neues Teamgefüge, wichtige Faktoren dafür sind

    • Suchen Sie nach Möglichkeiten.
    • Experimentieren und Risiken eingehen.
    • Den Wertekompass für die Zukunft mit Ihrem Team entdecken
    • Fördern Sie die Zusammenarbeit.
    • Stärken Sie andere.
    • Legen Sie ein Best Cases vor.
    • Bauen Sie Engagement für Maßnahmen auf.
    • Geben Sie Ermutigung.
    • .Legen Sie Ziele fest, die Sie dann erreichen möchten.
    Führung neu gestalten- Leadershipdossier des Zukunftsinstitutes

    Wie kann das gelingen?

    Ein interessantes Führungskonzept dazu liefert Davis und Newstron in Bezug auf Führung. Das zentrale Anliegen dabei: Führung schafft Empowerment. Verhaltensweisen werden dazu verwendet, um die Kompetenzentwicklung zu bewerten. Davis und Newstron befassen sich, wie wir alle im Führungsalltag auch mit der Frage wie es uns gelingt, effektiver zu sein:

    • Persönlicher Antrieb.
    • Ehrlichkeit und Integrität.
    • Kognitive Kapazität.
    • Charisma.
    • Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
    • Ich möchte Regie führen.
    • Sicherheit selbst.
    • Kenntnisse der Verwaltung.
    • Kreativität und Originalität.
    • Positive Affektität (Wärme)

    Selbstführung stärken

    Die leichteste Art die Abwesenheit der Führungskraft in hybriden Teams zu kompensieren, ist Selbstführung. Das heißt, wir befähigen alle Teams sich selbst zu organisieren, um ihre Arbeitsziele zu erreichen. Nach McGregors Theorien ist jeder Y Mitarbeiter-Typ dazu leicht in der Lage. Douglas McGregor prägte die Theorie X erstmals 1960 während seiner Professur am MIT in seinem Buch The Human Side of Enterprise. Laut seiner Theorie ist jeder Mitarbeiter durchaus ehrgeizig und in der Lage sich zur Erreichung sinnvoller Zielsetzungen bereitwillig strenge Selbstdisziplin und Selbstkontrolle auf. Er sieht deswegen Arbeit als Quelle der Zufriedenheit und hat Freude an seiner Leistung. Zudem prägen Verantwortungsbewusstsein und Kreativität dieses Menschenbild. Denn Selbstführung basiert auf zwei treibenden Kräften. Einerseits: der Orientierung und des eigenen Verhaltens selbst bei der Erfüllung natürlich motivierender Aufgaben und – gleichzeitig – von anderen notwendig, die erforderlichen Rückmeldungen und Feedback vom Team zum Aufgabenteil bei gemeinsamer Erledigung.

    Selbstreflexion erfordert, dass Mitarbeiter Verhaltensfähigkeiten zur Selbsterhaltung anwenden, um ihre persönlichen Ziele festzulegen und sich auch Perspektiven ihrer Erfolge, Misserfolge, Learnings vergegenwärtigen können. Sie lernen schnell, testen im Versuch- Irrtumsverfahren, experimentieren und lernen laufend neu.

    Gibt es unterschiedliche Arten des hybriden Führungsverhaltens?

    Kreitner und Kinicki zeigt fünf grundlegende Unterschiede auf. Sie nennen sie Basen der Macht. Die erste bildet die Ausgleichsleistung. Wenn aber Mitarbeiter in der Lage sind, ihre Aufgaben eigenständig zu tun, bekommen Sie dafür eine Entschädigung. Klassisch wird das in der Organisation monitäre mittels Gehalt und/oder Bonus beantwortet. Weswegen positive Leadership dies wiederum mit Erhöhung des Entscheidungsfreiraumes und mit Stärkungsimpulsen beantwortet.

    Hybride Teams zu führen kommt ohne Druck aus, weil Zwangsmacht sich gegen das stärkende Prinzip wendet. Sie fordert Mitarbeiter deshalb, ihre Aufgaben unter Drohungen auszuführen. Bedrohungen, die von subtil bis stark und explizit reichen, würden unmittelbar zum Verlassen der Organisation oder Leistungsminimierung im hybriden Raum führen.

    Manchmal braucht es eine durchaus legitime Macht: sie kann in positiver oder negativer Weise genutzt werden. Zum Beispiel durch die Macht des Wissens: so werden Wissen und wertvolle Informationen werden im Team transparent ausgetauscht und geteilt. Diese Macht wird in der heutigen Welt sehr geschätzt.

    Die wertvollste FührungsKRAFT ist die Referenzkraft (Charisma): Die Persönlichkeit des Individuums wird damit zum Nugget, das andere motiviert. Dieser Aspekt wird von vielen Menschen und Spezialisten sehr geschätzt.

    Der Resonanzführer als Hybridleadership?

    Der Resonanzführer- ein Buchtitel von Goleman, Boyatzis und McKee. Sie beschreiben den resonanzenden Führer als derjenige, der sich auf die Gefühle der Menschen einstimmt und sie in eine emotional positive Richtung lenkt. Der Begriff Resonanz wird als Anonymität der Dissonant verwendet und die Autoren manifestieren, dass es viele Stile dissonanter Führer gibt, denen es an Empathie mangelt: vom schreienden Tyrannen bis zu dem, den er manipuliert. Es gibt andere subtilere, aber ähnliche dissonante Stile. Zum Beispiel diejenigen, die die Werte, die sie verkünden, nicht unterstützen, unter anderem Varianten. Diese Autoren nennen den klangvollen Führer den, welcher sich nicht durch sein Talent auszeichnet, sondern durch seine Fähigkeit, andere Energie, Leidenschaft und Begeisterung zu inspirieren. Diese Gefühle breiteten sich schnell auf ihre Arbeitsteams aus und regten ihre Mitglieder an.

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  • Der empathische Mensch

    Empathische Menschen haben ein hohes Verständnis für Menschen und Emotionen. Sie gestalten Beziehungen zu Kollegen und Kunden anders.

    Empathiechallenge

    Es sind eigene Fähigkeiten, die empathische Menschen zeigen, die den Unterschied machen:

    Empathieskills sind heute wichtige Kompetenzen der Leadership.

    Sie fokussieren sich auf den Sprechenden

    Empathische Menschen fokussieren sich auf Andere. Sie begegnet damit dieser Person ihre Wertschätzung, nehmen die Informationen gut auf und integrieren sie wortgleich und sinngemäß in ihre Antworten.

    Sie bauen echte Verbindung zum Gegenüber auf

    Nimmt den anderen so an, wie er ist. Der empathische Mensch ist offen und akzeptiert seine Gefühle und signalisiert, dass er/sie in Ordnung ist. Er gibt der Beziehung um anderen höchste Priorität.

    Sie sind präsent

    Empathische Menschen denken weniger über die Zukunft und Vergangenheit nach, sondern erkennen, dass das Hier und Jetzt die Zukunft erschafft und unser Denken über die Vergangenheit formt. Sie entwickeln so Achtsamkeit und emotionale Intelligenz.

    Empathen lernen über Netzwerke, Beziehungen und Andersdenkende

    Empathen erkennen durch Andersdenkende und den Irritationen, die sie mit sich bringen, Chancen. Ihre Realitätskonstruktion gleicht sich somit immer mit der eigenen Umwelt ab, sie entwickeln dementsprechend ein Dialektisches Verständnis ihrer selbst und können sich sehr schnell anpassen.

    Sie halten die Augen offen, lernen über Austausch und integrieren Lösungsansätze von Anderen

    Sie sehen den Gesprächspartner nie nur unter einem Aspekt: ein Mitarbeiter ist unter ihrem Betrachtungswinkel nie nur ein Mitarbeiter sondern auch ein anderer Mensch, der eigene Rollen in seinem Leben hat. Dem empathische Mensch fragt sich daher zum Beispiel: Was kann ich von dieser Person als Vater/Mutter/Technologiebegeisterter/Sportfreak etc. lernen?

    Sie sind emotional sehr ausgewogen

    Durch ihre Einsicht in andere lohnt es sich für Empathen kaum, sich in Gedanken oder Emotionen allzu stark hineinzusteigern, da sie erkennen, dass jedes Gegenüber seine eigenen nachvollziehbaren Gedanken und Emotionen hat. Dieses Nachvollziehen können ist ein Skill, den sie ausgeprägt haben.

    Ihre Haltung und Einstellung ist extrem positiv

    Aus der Einsicht in andere gewinnen empathische Menschen einen Optimismus, der Gedanken und Gedankenmuster als etwas relatives ansieht. Empathische Menschen erkennen also, dass sie ihre Einstellung zu Dingen ändern können, wenn sie sich im PERMA Modell orientieren.

    Sie sind Komplimentgeber

    Loben, stärken und gut Feedback geben, auf das sich andere bei ihrer Selbsteinschätzung stützen können, fällt dahingehend leicht. Deswegen bauen sie schnell authentische, tiefgehende Beziehungen auf und können so auf ein Netzwerk verweisen, das sie stärkt und unterstützt. Zudem können sie sich äußerst gut durch Andere sehen und sind deshalb oft selbst reflektiert. Durch diese Art, sich immer wieder selbst mit neuen Augen sehen zu können, fällt es ihnen leicht, sich auch in ungewohnten Situationen schnell zurechtzufinden und auch dort Neues zu lernen.

    Empathen haben ein gutes Gespür für den anderen

    Die Feinheiten in Mimik, Gestik um Kommunikation des Gegenübers zu erkennen und diese korrekt zu deuten, fällt empathischen Menschen leicht. Sie können aus diesen Feinheiten eigene Handlungsmuster überprüfen und stärken sich dadurch in ihrer Kommunikation. Andere finden dadurch leichter Zugang und Vertrauen zu ihnen.

    Sie nutzen Förderer, Mentoren und Wissende

    Empathische Menschen sind nicht allein: Sie erkennen, dass sie nicht alles wissen können und sehen in anderen nützliche Ratgeber statt Konkurrenten oder Untergebene. Sie wertschätzen die verschiedenen Meinungen anderer und können diese in ihre eigene Urteilsbildung mit einbauen.

    Sie sind experimentierfreudig und nutzen Ressourcen schnell

    Eine hohe Kreativität ist bei Empathen Grundvorrausetzung und ergibt sich aus ihrer Haltung zu anderen. Andere Leben und deren Modelle zu erkennen und nachzuvollziehen zu können schafft neue Blickwinkel und kreative Betrachtungsweisen auf Probleme.

    Sie können leicht Komplexität reduzieren

    Komplexität zu reduzieren, also komplizierte Informationen und deren Verbindungen zueinander so darzustellen, dass sie dem Gegenüber geläufig werden, fällt empathischen Menschen leichter. Dadurch können sie schneller und präziser kommunizieren.

    Sie sind gewandt in Körperkommunikation

    Sie lesen die Signale der Anderen mit und kommunizieren wirkungsvoller. Zudem können Sie Stress durch Gespräche mit Anderen mindern und hören dabei vollumfänglich zu – dadurch gelangen Sie zu tiefen Einblicken, die anderen normalerweise verschlossen bleiben.

    Sie reduzieren Stress durch Gespräche

    Eine persönliche Verbindung mit dem Anderen baut automatisch Stress ab. Empathie reduziert Druck, da die Beteiligten einerseits auf eine gute Beziehung zu sich selbst achten und damit ein ehrliches Verstehen, Interesse und Neugierde mit sich bringt. Emotional verstehen meint damit auch zu spüren, was den Gesprächspartner bewegt.

    Sie sind fürsorglich

    Empathische Menschen kümmern sich um Andere, da Sie deren Bedürfnisse kennen und sich gut daran erinnern können, in welcher Lebenssituation Personen sich gerade befinden und was diese brauchen.

    Sie sind gute Zuhörer

    Das empathische Ohr kann hören, wie es dem anderen geht und was in ihm vor sich geht. Wenn ich empathisch zuhöre, heißt das, ich bin mit meiner Aufmerksamkeit ganz bei der anderen Person und kann nachempfinden, wie es ihr geht. Ich kann rückfragen und spiegeln, was ich gehört habe. Es entsteht ein Beziehungsfeld mit intensivem Dialog.

    Sie sind gute Erzähler

    Empathische Menschen verwenden eine bildhafte Sprache, sie verbinden und integrieren die Menschen, mit denen sie sich umgeben. Dabei steht ihnen nichts im Weg, neue Lösungen zu sehen. Sie sind dementsprechend kreativer und agieren lösungsorientierter als Andere.

    Sie sehen neue Wege und Lösungen

    Begegnungen sind ein dynamischer Prozess und bergen Lösungen in Sicht, wenn wir so einfühlsam wie möglich und so intuitiv wie nötig vorgehen.

    Wie macht man sich selbst empathisch fit? – Eine kleine Anleitung

    Harry Holzheuser hat in seinem Buch Vertrauen gewinnen – Empathie und Offenheit in der Führungs -und Verkaufskommunikation folgende Schritte beschrieben, wie man sich empathisch einstellen, also darauf vorbereiten kann, einen empathischen Umgang mit Anderen zu pflegen:

    1. In den Augenblick hineinnehmen
    2. Dem Gesprächspartner ganz zuwenden
    3. Interesse für den Gesprächspartner als Menschen bekunden
    1. Sich ganz in den Augenblick hineinnehmen

    Dazu muss man alle Gedanken für in etwa 3 Sekunden abstellen. Das ist oft eher schwer, denn der tägliche Berufsalltag erlaubt kaum solche Momente, in denen man vollständig präsent im Hier und Jetzt ist. Holzhäuser schlägt dazu vor, kurz zweistellige Zahlen zu zählen, um in den Augenblick zu kommen.

    2. Sich dem Gesprächspartner zuwenden

    Das bedeutet, genau darauf zu achten, wie mein Körper in Verhältnis zum Gesprächspartner steht. Eine zugewandte Körperhaltung ist also einer der Kernpunkte im Gespräch. Zudem können Gesprächspartner auch „gespiegelt“ werden, also aktiv die Körperhaltung des Gegenübers eingenommen werden, damit verstanden wird, in welcher Stimmung sich das Gegenüber gerade befindet. Damit aus der Körperhaltung des anderen heraus gedacht werden kann, müssen wir uns buchstäblich also in ihn „hineinversetzen“.

    3. Sich für den Gesprächspartner als Menschen interessieren

    Nachdem sich aktiv in den Anderen hineinversetzt wurde, gilt es, sich für diesen auch zu interessieren. Also Fragen zu stellen, auf die Antworten aufmerksam zu hören und die mitgeteilten Wünsche, Kränkungen und Bedürfnisse des Gegenübers zu hören. Falls man etwas im Gespräch nicht verstanden hat, ist es sinnvoll, das Gegenüber zu „paraphrasieren“. Paraphrasieren (griech. para= dazu, neben und fraseïn= reden, sagen) ist ein Begriff aus der Sprachwissenschaft und bezeichnet die Wiederholung des Verstandenen mit den eigenen Worten. Diese Technik dabei eine der ersten Grundfertigkeiten, die es an der Hochschule der Sprache im antiken Griechenland zu lernen galt und dient zu einer dialektischen Entwicklung des Gespräches. Dementsprechend dazu, zu überprüfen, ob das eigene Verständnis des Wiederholten korrekt ist und dem Gegenüber den Raum zu geben, das Wiederholte zu korrigieren. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass sich die ersten eigenen Paraphraiserungsversuche nicht zu Roboter- oder Formelhaft anhören.

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  • Empathie als Ressource im Unternehmenskontext

    Was bringt empathisches Handeln im Unternehmen?

    Eine Befragung mit Namen Work Reworked fand heraus, dass zwei drittel der Angestellten mit einer empathischen Führungskraft angeben, mit ihrem Job zufrieden zu sein, weitere 83 Prozent fühlen sich hierbei am Arbeitsplatz gewertschätzt und gesehen. Dies hatte dann wiederum eine Effizienzsteigerung zur Folge, die sich besondere in Anregung von proaktiven Lösungsvorschlägen (59 Prozent der Befragten mit empathischer Führung) und freie Meinungsäußerung, wie Arbeitsprozesse verbessert werden können (52 Prozent der Befragten mit empathischer Führung) niederschlugen. So können Meinungen von Angestellten eingeholt werden, die sich normalerweise eher weniger dazu entscheiden würden, an proaktiven Lösungsvorschlägen teilzunehmen.

    Die Werte der Vergleichsgruppe ohne empathische Führung lagen hierbei deutlich niedriger (37 und 34 Prozent). Es darf also davon ausgegangen werden, dass empathische Führung Probleme vorab erkennt, da die Mitarbeiter hier mehr gewillt sind, sich selbst anderen mitzuteilen und Empathie demzufolge zur Demokratisierung von Unternehmen enorm beitragen kann.

    Empathie wird gerade im Umgang in Teams als Fähigkeit immer gefragter.

    Was ist Empathie?

    Empathie ist eine Fähigkeit, die insbesondere in heutigen Arbeitskontexten mehr und mehr gefragt ist. Die Psychologie unterscheidet hierbei 3 Arten der Empathie: emotionale, kognitive und soziale Empathie. Die emotionale Empathie ist dabei unmittelbar gefühlte Empathie, die auf ein Verständnis abzielt. Dieses Verständnis überschreitet das lediglich rationale Verstehen der Gefühlsregungen anderer , kommt sozusagen auch mit weniger Worten aus; ein Nachempfinden der Gefühle des Gegenübers. Kognitive Empathie ist eben dieses Verstehen und Fassen in rationale Begrifflichkeiten. Das Verstehen, welche Konsequenzen damit einhergehen, ist sozusagen die praktische Seite der Empathie. Die soziale Empathie ist individuumsübegreifend und schließt mehrere Individuen als Gruppe und deren Dynamik mit ein.

    to think and feel oneself into the inner life of another person

     Empathie zu leben bedeutet also, Menschen in ihren Bedürfnissen ernst zu nehmen und ihnen Gehör zu schenken, ihnen also Räume anzubieten, in denen sie sich authentisch verhalten und kommunizieren können. Empathisch sein ist aber auch Räume von anderen Menschen wahrzunehmen und diese in den eigenen Entscheidungen mit einzubeziehen.

    Was braucht es, um Empathie zu bekommen?

    Ein klares Bewusstsein über die eigenen Bedürfnisse und das Gefühl, diese kommunizieren zu können und zu dürfen, sind Quintessenzen für das Erlangen von Empathie und Mitgefühl. Kurzum: Es braucht also kommunikative Kompetenzen, sowohl von der Person, die ihre Bedürfnisse kommuniziert als auch von der Person, die dem Gegenüber zuhört. Gerade in Unternehmen in denen die Kommunikation das A&O für einen gelingenden Betriebsablauf ist, ist daher Empathie äußerst gefragt.

    Wie ist Empathie erlernbar?

    Wenn wir also konstituieren, dass gelungene Kommunikation der grundlegende Baustein der Empathie ist, gilt es, diese zu entwickeln. Gerade in Beruflichen Kontexten wird die Wichtigkeit von Kommunikation aufgrund von Stress und anderen Faktoren oft unterschätzt. Durch diese Vernachlässigung, ist es wichtig, diese wieder in den beruflichen Alltag zu integrieren und sie dort walten zu lassen.

    Um die genannte kommunikative Kompetenz zu entwickeln, gilt es, aktiv an der Entwicklung derselben auch in Unternehmenskontexten zu arbeiten. Dies geschieht Mithilfe von verschiedenen Methoden, die an Lernpsychologische Konzepte anknüpfen.

    Warum hat man früher der Empathie weniger Aufmerksamkeit gewidmet?

    In der fordistischen Phase der Wirtschaft, die um 1975 in der Westlichen Welt ihr Ende fand, etablierten sich die althereingebrachten Unternehmensstrukturen entlang von starren Hierarchien und vermittelten das Bild des „Chefs und seinen Untergebenen“. In dieser Phase der westlichen Welt noch viele Beschäftigte in der Produktion tätig waren, galt es, diese Produktivkräfte zu disziplinieren, wobei der Vorgesetzte dann immer die Rolle einer Disziplinarinstanz auf der zwischenmenschlichen Ebene einzunehmen hatte.

    Der Wandel der Gesellschaftsformen

    Wie diese Disziplinargesellschaft aussah und sich herausbildete, kann man heute noch bei Michel Foucault nachlesen. Nach und nach geschah aber ein Wandel in der westlichen Gesellschaft der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft. Mit diesen neuen Anforderungen an das Unternehmen, die auch mit der Digitalisierung und der Mechanisierung von Arbeitsprozessen einherging, wurde das sog. PsyCap (psychologische Kapital), welches auf die Überlegungen von Fred Luthans zurückgeht, ins Zentrum der betriebswirtschaftlichen Überlegungen gerückt. Der Fokus auf Empathie und generell zwischenmenschlichere Wirtschaftsansätze ist also eine Entwicklung, die im postfordistischen Zeitalter eine Notwendigkeit zur Effizienz- und Absatzsteigerung von Unternehmen darstellt.

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    Empathie: Definition, Test und Verbesserung (beruflich & privat) (managementkompetenzen.de)
    S. 66; S. 190 in: Rose, N. (2019). Arbeit besser machen – Positive Psychologie für Personalarbeit und Führung (1. Aufl.). Haufe Group. https://haufe.de

    1.2 Die fordistische Phase (ca. 1918 bis 1975) (squat.net)

    Studie Work Reworked: Führungskompetezen | News Center Microsoft

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  • Arbeiten in einer digitalisierten Unternehmenskultur

    Der digitale Wandel stellt Unternehmen zunehmend vor neue Herausforderungen, sowohl technologisch als auch auf Ebene der Mitarbeiter*innen. Wir teilen mit Ihnen unsere Überlegungen, was eine digitalisierte Unternehemenskultur bedeutet und welche Skills in diesem Zusammenhang künftig wichtiger werden.  

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