Schlagwort: Mindset

  • Arbeit anders gestalten: Die Zukunft der Organisation – der Schlüssel zur Organisationseffektivität

    Die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel, geprägt von technologischen Innovationen, gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Erwartungen seitens der Arbeitnehmer. Im Jahr 2025 zeichnen sich zentrale Themen zwischen Mensch, Maschine und Mindset ab, die die Art und Weise, wie wir arbeiten, nachhaltig beeinflussen werden. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen zeigen wir Entwicklungen, die die Zukunft der Arbeit prägen und neue Arbeitsmodelle samt New Work Benefits forcieren.


    Die Wurzeln von New Work – Die Theorie von Frithjof Bergmann

    Der Begriff „New Work“ wurde vom austro-amerikanischen Philosophen Frithjof Bergmann geprägt. In seiner Theorie beschreibt Bergmann einen fundamentalen Wandel im Verständnis von Arbeit. Weg vom tayloristischen Arbeitsmodell, das den Menschen als Werkzeug in der Produktionskette sieht, hin zu einem humanistischen Ansatz, bei dem der Mensch und dessen Selbstverwirklichung im Mittelpunkt stehen.


    Bergmann definierte drei zentrale Werte von New Work:

    • Freiheit: Die Möglichkeit, frei zu entscheiden und zu handeln.
    • Selbstständigkeit: Die Förderung von Eigenverantwortung und Selbstorganisation.
    • Teilhabe an der Gemeinschaft: Arbeit als kollektives Erlebnis mit dem Fokus auf Kollaboration und Austausch.
    Sein Konzept sieht Arbeit nicht länger als reine Notwendigkeit zur Existenzsicherung, sondern als ein Mittel zur persönlichen Entfaltung. Die zentrale Frage lautet: „Was will ich wirklich, wirklich tun?“


    Die Entwicklung der New Work Bewegung:

    Seit den ersten Ansätzen von Bergmann hat sich die New Work Bewegung stetig weiterentwickelt. In Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung ist die Idee aktueller denn je. Unternehmen erkennen zunehmend, dass traditionelle Arbeitsmodelle den Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft nicht mehr gerecht werden und die hierarchischen Bedingungen keinen Schlüssel zur Organisationseffektivität bieten.

    Wichtige Meilensteine der New Work Bewegung:

    • 1980er Jahre: Bergmanns erste New Work Centers entstehen, um Menschen alternative Arbeitsmodelle näherzubringen.
    • 1990er und 2000er Jahre: Digitalisierung und Globalisierung treiben die Nachfrage nach flexiblen Arbeitsmodellen voran.
    • 2010er Jahre: Konzepte wie Remote Work, Coworking Spaces und Agilität setzen sich durch.
    • 2020er Jahre: Die Pandemie beschleunigt den Wandel zu hybriden Arbeitsmodellen und verstärkt den Fokus auf psychisches Wohlbefinden, Selbstbestimmung und Sinnstiftung.
    New Work ist heute weit mehr als ein theoretisches Konzept – es ist ein gelebtes Mindset, das Unternehmen und Mitarbeitende gleichermaßen prägt.

    Das Vitra Work Panorama – Acht Handlungsfelder der Zukunft

    Ein weiteres zukunftsweisendes Modell liefert das Vitra Work Panorama von Raphael Gielgen. Es beschreibt acht Handlungsfelder, die Unternehmen bei ihrer Suche nach neuen, kommenden und zukünftigen Arbeitsmodellen nicht aus den Augen verlieren sollten:

    • Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung
      KI und Automatisierung werden zunehmend in Arbeitsprozesse eingebunden, um Effizienz und Produktivität zu steigern. Unternehmen müssen klare Richtlinien entwickeln, um den Einsatz von KI fair und transparent zu gestalten. Der Fokus liegt auf Effizienz, Produktivität und der Förderung einer vertrauensbasierten Arbeitskultur, in der Mensch und Maschine kollaborativ zusammenarbeiten.
    • Human Core – Das Wohlbefinden des Menschen in seinem Arbeitsumfeld ist der Schlüssel für Kreativität, Leistungsbereitschaft und Unternehmenserfolg. Möbel, biophiles Design sowie physische und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden sind essenziell.
    • Campus Community – Der Wunsch nach Zugehörigkeit und Verortung lässt neue Campuskonzepte entstehen, an denen Begegnung, Austausch und gegenseitiges Lernen ermöglicht werden. Unternehmenswerte werden sichtbar und spürbar.
    • Cluster Economy – Physische Begegnung und Beziehungen sind der Schlüssel für Wachstum und Wohlstand. Disziplinen und Akteure vermischen sich, um neue Denk- und Lösungsansätze zu entwickeln.
    • Talent Transfer – Gründer- und Erfindergeist müssen vom Elitenprogramm zur Selbstverständlichkeit werden. Denken, lebenslanges Lernen und der Einsatz der eigenen Talente sind zentrale Faktoren in der Arbeitswelt der Zukunft.
    • Machine Minds – Geräte werden zu denkenden Maschinen. Das kognitive Büro braucht jedoch auch den empathischen Menschen, um den menschlichen Faktor in der Arbeitswelt zu bewahren.
    • Permanent Beta – Modifikation und Optimierung treiben uns an. Wissen wird immer wieder neu generiert. Technologie, Menschen und Räume befinden sich in einem stetigen Wandel.
    • Eco Friendly – Die Generation „Greta“ fordert ein Umdenken in der Architektur und Arbeitsgestaltung. Nachhaltigkeit wird zur Priorität in der Schaffung von Arbeitsräumen.
    • Transversality – Grenzen zwischen Räumen und Funktionen verschwimmen. Architektur wird flexibel interpretiert, um neue Arbeitsweisen zu ermöglichen.

    Diese acht Handlungsfelder ergänzen die bestehenden New Work Konzepte und verdeutlichen die Vielschichtigkeit der Arbeitswelt von morgen. „Die kulturellen Rahmenbedingungen sind weitreichender. Sie funktionieren wie eine Anleitung für die Unternehmensarchitektur. Alles greift ineinander.“, so Gielgen.

    Um die Potenziale von New Work vollständig zu entfalten, braucht es nicht nur neue Arbeitsweisen, sondern auch ein radikales Umdenken in der Organisationsgestaltung und Organisationsarchitektur. Klassische hierarchische Strukturen stoßen zunehmend an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Flexibilität, Kreativität und Selbstbestimmung zu fördern. Die Zukunft der Organisation liegt in agilen, anpassungsfähigen Strukturen, die Raum für individuelle Entfaltung und kollektive Intelligenz bieten. Genauso wie der Raum, in dem wir arbeiten flexibel umgestaltet werden können muss: verschiebbare Wände und Möbel für kollaborative Bedürfnisse.

    Neue Organisationsdesigns, die Sicherheit bieten und Freiheit zulassen.

    Neue Organisationsdesigns setzen verstärkt auf Netzwerke statt auf starre Hierarchien. Individuelle Formate mit Impulsen aus Holacracy, Soziokratie oder Dezentrale Autonome Organisation werden designt, um selbstorganisierten Teams Umgebungen zu schaffen, in denen Mitarbeitende Verantwortung übernehmen und aktiv an der Gestaltung der Organisation mitwirken können. Gleichzeitig ermöglichen flexible Rollenmodelle und dynamische Teams eine schnellere Anpassung an sich verändernde Marktanforderungen.
    Innovative Organisationsformate fördern den Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen und Generationen. Interdisziplinäre Hubs, Innovationslabore oder virtuelle Communities ermöglichen den kontinuierlichen Wissenstransfer und stärken die Innovationskraft. In einer Welt, die von Unsicherheit und Komplexität geprägt ist, braucht es Freiheit und Sicherheit gleichzeitig. Der Reifegrad der Organisationen und der Mitarbeiter sowie die Fähigkeit zur Selbstorganisation und zum kontinuierlichen Lernen wird entscheidend.
    Nur mit einem zukunftsorientierten Organisationsdesign lassen sich die Prinzipien von New Work nachhaltig integrieren und die Potenziale der neuen Arbeitswelt voll ausschöpfen.

    Zwischen Mensch, Maschine und Mindset: Die Zukunft der Arbeit entschlüsselt

    • Fokus auf Mitarbeiterwohlbefinden und psychische Gesundheit
      Das psychische Wohlbefinden am Arbeitsplatz rückt verstärkt in den Vordergrund. Flexible Arbeitszeiten, mentale Gesundheitsangebote und eine ausgewogene Work-Life-Balance sind entscheidend. Die Bedeutung der psychologischen Sicherheit steigt und es entstehen Räume, in denen Mitarbeitende sich einbringen und auch Fehler machen dürfen. Dies steigert die Zufriedenheit und die Innovationskraft.
    • Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) als strategische Priorität
      Vielfältige Teams treffen bessere Entscheidungen und sind innovativer. DEI-Initiativen kombiniert mit einer offenen Unternehmenskultur fördert Vertrauen, Transparenz und Selbstbestimmung – zentrale Werte des New Work Mindsets.
    • Flexible Arbeitsmodelle und hybride Arbeitswelten
      Der Wandel von klassischen Arbeitszeitmodellen hin zu flexiblen und hybriden Ansätzen ist nicht mehr aufzuhalten. Individualisierte Arbeitsmodelle aus Zeitsystemen wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit werden mit Workation oder work from anywhere-Konzepten kombiniert. Besonders innovative Ansätze wie die 4-Tage-Woche oder sogar 2-Tage-Wochen zeigen, dass Flexibilität und Produktivität kein Widerspruch sein müssen.
    • Reskilling und Upskilling – Lebenslanges Lernen als Erfolgsfaktor
      Technologische Entwicklungen erfordern kontinuierliche Weiterbildung. Corporate Learning und Developmentprogramme stärken neben den fachlichen Fähigkeiten auch soziale Kompetenzen wie Empathie und Selbstführung stärkt – Schlüsselkompetenzen für die Arbeitswelt der Zukunft.
    • Vertrauensbasierte Führung und New Leadership
      Die Zukunft der Führung liegt in einer Balance aus Coaching, Vertrauen und Flexibilität. Die Rolle der Führungskraft ist in Veränderung. Die Führungskäft servisiert die Transformation der Teams als Coach und Mentor und enabled Personen und Teams. Shared Leadership und Engagement Leadership setzen auf Partizipation und Selbstverantwortung.
    • Work-Life-Integration und Sinnstiftung
      Mitarbeitende suchen zunehmend nach Sinn und Zweck in ihrer Arbeit. Es braucht dazu eine sinnstiftende Unternehmenskultur, die den Purpose des Unternehmens mit den Werten der Mitarbeitenden verbindet. Modelle wie Jobsharing, Workation und Lebensarbeitszeit unterstützen eine bessere Work-Life-Integration.
    • Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)
      Nachhaltigkeit wird zu einem entscheidenden Faktor im Unternehmen, gefördert werden nicht nur ökologische Ziele sondern auch soziale, die das Engagement und die Loyalität der Mitarbeitenden stärken.
    • Digitale Kompetenzen und technologische Infrastruktur
      Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen die Anforderungen an die digitale Kompetenz der Mitarbeitenden. Es brauch ein laufendes digitalskilling, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
    • Psychologisches Empowerment und Selbstorganisation
      Eines der zentralen Ziele von New Work ist das psychologische Empowerment der Mitarbeitenden: Selbstbestimmung, Kompetenz und Einflussnahme stärken und so die Motivation und Produktivität der Teams erhöhen.

    Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch – und Unternehmen, die diesen Wandel aktiv gestalten, werden langfristig erfolgreicher sein. Zukunftssichere Arbeitsmodelle etablieren, heißt einerseits die Produktivität zu steigern, andererseits auch das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu fördern. Dabei stehen Vertrauen, Selbstbestimmung, Sinnstiftung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt – die Eckpfeiler einer erfolgreichen New-Work-Kultur.

  • New Work- was kommt, was geht was bleibt

    New Work- was kommt, was geht was bleibt

    New Work ist in aller Munde. Klar ist ein Home-Office-Tag pro Woche reicht längst nicht mehr aus, es braucht viel mehr.

    Flexible Arbeitsmodelle für alle Lebenslagen, mobiles Arbeiten und ausgewogene Work-Life-Balance. Gut gelebte New Work Konzepte steigern die Arbeitgeberattraktivität und zieht Talente an und schaffen so einen Wettbewerbsvorteil am österreichischen Arbeitsmarkt. New Work bedeutet aber auch das Überdenken von klassischen Organisations- und Arbeitsstrukturen, hinterfragen von Hierarchien und Zulassen von Flexibilität und den Einbezug der Ideen und Interessen von Mitarbeitern.

    Die Gründe für New Work sind mannigfaltig

    Der Fachkräftemangel, die Digitalisierung, der Klimawandel die großen gesellschaftlichen Treiber transformieren unsere Arbeits- und Lebensräume immer schneller und radikaler. Die Grenzen zwischen Leben und Arbeiten beginnen auf produktive Weise zu verschwimmen. Die Arbeit der Zukunft wird dadurch digitaler, vielfältiger und kollaborativer. Wir können damit Facharbeiter und Talente anziehen, fördern und binden und uns gleichzeitig schneller an eine zunehmend vernetzte Welt anpassen. New Work Konzepte werden den Anforderungen von (jüngeren) Arbeitnehmern gerecht, ermöglichen schnellere Reaktionen auf Veränderungen am Markt und fördern Innovationen. Overhead und administrative Aufgaben werden reduziert und die Effizienz erhöht.

    Der Wandel des Arbeitsbegriffes

    Der New Work Begriff wird von dem Austro-Amerikanischen Philosophieprofessor Frithjof Bergmann in den 70 er Jahren geprägt. Inhaltlich geht es um den Wandel des Arbeitsbegriffes. Weg vom Taylorismus, den Menschen als Werkzeug für die Arbeit zu sehen und hin zu einem humanitären Ansatz. Das Wohlbefinden des Menschen soll fortan im Mittelpunkt stehen. Die Arbeit soll nun nicht mehr als Belastung angesehen werden, sondern viel mehr als Förderung des Individuums, an dem dieses sowohl persönlich als auch fachlich wachsen kann. New Work meint vielmehr eine neue Art der Gestaltung der Beziehung zwischen Arbeitgebern und den Menschen, die im Unternehmen arbeiten. „Mit-Unternehmer statt Mit-Arbeiter“. Es geht um Partizipation, um Teilhabe. Die Menschen wollen mitbestimmen. Und damit geht es ganz klar auch um die Übernahme von Verantwortung. New Work bedeutet für Bergmann „die Arbeit, die wir wirklich, wirklich machen wollen“

    New Work läutet das Ende von Command & Control ein und forciert neue Arbeitsformen.

    Insbesondere Technologien sollen beim Arbeitsprozess unterstützende Hilfe leisten, um diese zu vereinfachen. Im Zuge seiner Überlegungen kam Frithjof Bergmann zu dem Ergebnis, dass New Work über drei zentrale Werte definiert werden kann. Hierbei handelt es sich um:

    Freiheit: Jeder hat die Wahl, frei zu entscheiden und zu handeln.
    Selbstständigkeit: New Work sieht vor, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung in den Fokus zu rücken.
    Teilhabe an der Gemeinschaft: Gemeinsam statt einsam. Kollektivität, Austausch, Schwarmintelligenz – all das spielt in der neuen Arbeitswelt eine zentrale Rolle.

    New Work ist ein Mindset und eine Bewegung.

    Agilität und New Work haben etwas Fraktales: Von jeder Seite sieht man was anderes, es setzt sich immer neu zusammen. New Work und Agilität transportieren die Idee struktureller Bewegung in der Wirtschaft. Bergmann installierte weltweit New Work Centren. Produktionsbedingungen und Tätigkeitstypen sowie Unternehmensgröße bestimmen Umsetzungsform und Ausmaß von New Work.

    Ebenso Vertrauen, Flexibilität, Kreativität, flache Hierarchien und Dezentralisierung sind wichtige Merkmale der neuen Arbeit. Grundsätzlich geht es darum, bisherige Arbeitsmodelle, die eingestaubt und starr sind, aufzulockern und neue, innovative Wege zu gehen.

    • New Work bedeutet dauerhaften Kulturwandel.
    • New Work fordert mehr an Selbstverantwortlichkeit von den einzelnen Mitarbeitern.
    • New Work braucht Partizipation.
    • New Work ist ein fortwährender Prozess der Umgestaltung und Reflexion.

    Wie attraktiv ist flexibles Arbeiten für Mitarbeitende, Führungskräfte und Unternehmen?
    Tatsächlich würden Mitarbeitende sogar finanzielle Abstriche in Kauf nehmen, wenn sie weiter flexibel arbeiten können. Laut Future of Work Lab in Konstanz würden 17% der Befragten sogar finanziellen Einbußen für Flexibilität akzeptieren. Noch deutlicher zeigt sich dieses Ergebnis in den aktuellen Studien der Universität von Chicago, hier stellt sich das Arbeiten im Homeoffice als der attraktivste Anreiz heraus, der umgerechnet einem 15-prozentige Lohnplus entspricht.

    Aushandeln der hybriden Kollaboration gefragt

    In den Unternehmen und Teams, in denen Führungskräfte gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden Leitlinien für die hybride Kollaboration, mobiles Arbeiten und Flexibilität insgesamt erarbeiten, in die Umsetzung bringen und reflektieren, sind die Mitarbeitenden zufriedener, Teams produktiver und die Fluktuation geringer. Forscher der Universität Stanford herausgefunden, dass die Produktivität von Arbeitnehmern im Homeoffice um 13 Prozent höher ist und sie seltener krank sind. Zudem fühlen sich mobil Beschäftigte enger mit ihrem Betrieb verbunden. Durch aktives Zuhören, Ausprobieren von New Work Initiativen und Möglichkeiten und anschließender Selbst- und Teamreflektion, minimieren wir unbewusste Bias, vorschnelle Urteile und erhöhen die Flexibilität im Unternehmen.

    Führungskräfte erkennen schnell die Vorteile, die es mit sich bringt, ihren Mitarbeitern zu helfen, sich zu entfalten und dies ist oft der treibende Faktor hinter der Umsetzung von Strategien wie flexiblen Arbeitsregelungen. Mit der Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten, sofern es die Tätigkeit zulässt – ob aus der Ferne, vor Ort oder in einer Kombination – können Einzelpersonen und Organisationen von Zeit- und Geldeinsparungen, Komfort und Flexibilität profitieren. Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass die Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten, für viele Arbeitnehmer eine verbesserte physische und psychische Sicherheit bietet. Weitere beliebte Anreize neben dem Homeoffice, sind aktiver Umweltschutz, gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmen, Nutzen von grünen Technologien und Bildungsangebote, die Wissen über nachhaltige Praktiken, erneuerbare Energien und Umweltschutz vermitteln, um den ökologischen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

    New Work als Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit – und bindung

    Ein weiterer Faktor, der zur hohen Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung beiträgt, sind attraktive Weiterbildungsangebote der Arbeitgeber. Besonders erwünscht sind Reskillingmassnahmen in Bereich der digitalen Kompetenzen: Kurse in Datenanalyse, Coding, Cybersecurity und künstlicher Intelligenz, um mit der digitalen Transformation Schritt zu halten. Programme, die das lebenslange und effektive Anpassen an die neuen Anforderungen fördern und soft skills sind ebenso gefragt wie Seminare, die die Fähigkeiten für das effektive remote Arbeiten und das Führen in verteilten hybriden Teams vermitteln. Human Skills, die in einer komplex werdenden Arbeitswelt unerlässlich sind, werden als kritische Denkweise, Kreative Lösungskompetenz, Kommunikation im virtuellen Raum und Konfliktlösungen und virtuelle Teamarbeit.

    Flexible Arbeitszeiten und -orte, Vier-Tage-Woche, Regeln gegen ständige Erreichbarkeit, klare Antworten auf die Frage nach dem Sinn der Arbeit … das und vieles mehr setzen viele Bewerber inzwischen als selbstverständlich voraus. Die vorherrschende Inflation hat außerdem zur Folge, dass das Gehalt mehr denn je zu einem wichtigen Hebel wird – auch für die Mitarbeiterbindung. 18,4 % der Arbeitnehmenden beschäftigen sich angesichts steigender Lebenshaltungskosten mit einem Jobwechsel, um die täglichen Kosten weiterhin bestreiten zu können.

    Die beliebtesten New Work Benefits sind:

    • Mobilitätszuschüsse, wie beispielsweise das Mobilitätsbudget, Tankgutscheine, Fahrtkostenzuschuss oder Jobrad.
    • Flexibilität und Wahl der Arbeitsform und des Arbeitsortes, Workation.
    • Vorbeugung von Altersarmut.
    • Sachbezüge (Teuerungsprämie…)
    • Gesundheitsvorsorge, Fitnesscenter, mentale Programme.
    • Weiterbildung: Beschäftigten die Wahl über die Art der Weiterbildung zu überlassen.
    • Essenzuschüsse, kostenlose Getränke.
    • Ausgaben für Homeoffice (Einrichtung, Internet, Energiekosten…) zeigen Wertschätzung gegenüber. Mitarbeitenden, die sich positiv auf die Unternehmenskultur auswirken werden.
    • Bezuschussung der Betreuungskosten

    Die erfüllende Arbeit

    Jede fünfte arbeitende Person leide demnach an Symptomen, welche mit psychischen Erkrankungen assoziiert sind. Um mit den vielfältigen Belastungsfaktoren gut umgehen zu können, brauche es organisationale Ressourcen, um die Arbeitsbelastung besser zu bewältigen, breit angelegte Gesundheits- und Mental Health- Programme, gutes Führungsverhalten, gut funktionierende Abläufe und Arbeitsorganisation (inklusive adäquater Personalplanung), zufriedenstellende Gehaltsstrukturen, ausreichende Erholungszeiten, Vereinbarkeit mit dem Privatleben bzw. flexible Arbeitszeitmodelle, Ganzheitlichkeit, Sinnhaftigkeit, Unterbrechungsfreiheit, positive soziale Interaktion, organisationale Gerechtigkeit und Lern- bzw. Entwicklungsmöglichkeiten.

    Es gibt kein One-Size-Fits-All Modell nicht mehr.

    In Zukunft wird es weitaus differenzierte Arbeitskonzepte brauchen, die sich auch an der Produktivität orientieren. Alle Jobs über einen Kamm zu scheren, wird der Komplexität der Arbeitswelt nicht gerecht. Die Arbeitszeiten, Arbeitsorte müssen an den Arbeitsrealität im Jetzt angepasst werden. „Flexible Arbeitswelten“ finden diesen Benefit laut Marketagent Umfrage 78% der Erwerbsfähigen ansprechend. Ansätze der örtlichen und zeitlichen Flexibilisierung von Arbeit sind breiter vertreten als Veränderungen in hierarchischen Strukturen der Organisationen. New Work ist nicht nur etwas für junge Unternehmen oder der digitalen Boheme.

    #Bergmann #NewWork #Mitarbeiterbindung #Mitarbeiterzufriedenheit #Teilhabe

  • Das Hybrid Workmodell

    Studien über den D-A-CH Raum zeichnen ein eindeutiges Bild über die Arbeitskultur zu Coronazeiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So sind in der Schweiz 34,1 Prozent im HomeOffice, in Österreich 26,2 Prozent und in Deutschland sind es sogar 45 Prozent. Aus diesen Zahlen lässt sich ablesen, wie viele Beschäftigte in Zukunft Berührungspunkte mit einem Hybrid Workmodell haben. Dieses Hybrid Workmodell ist gekommen, um zu bleiben.

    Hybrid Work ist nach der Corona Krise deutlich wichtiger geworden. Sind wir dafür gewappnet?

    Aus der Krise lernen

    Remote Work war vor der Krise lediglich auf bestimmte Bereiche beschränkt. Wenn man Hybrid Work hört, denken viele schnell an ein Arbeitsmodell, dass eher Freelancern oder Silicon Valley Tech-Unternehmen vorbehalten war. Diese modernen, alternativen Arbeitsmodelle, die ja sowieso nur in der Kreativbranche funktionieren würden, sind aber nun durch die Coronakrise mehr ins Licht einer breiten Öffentlichkeit geraten. Nun greifen sie auch in Bereiche über, die tradierte Arbeitsmuster aufweisen. So kommt eine Bitkom Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 74 Prozent der Arbeitnehmer, die bereits krisenbedingt im Home Office waren, sich das Fortbestehen von flexiblem (also hybridem) Arbeiten wünschen.

    Was ist nun also das Hybrid Work Model?

    Das Hybrid Work Model ist ein Arbeitsmodell, bei dem Arbeitnehmer frei wählen können, von welchem Ort und zu welcher Zeit sie ihre tasks erledigen können. Man unterscheidet hierbei 4 Arten von Orten, die zum Arbeiten genutzt werden können.

    The work is where I am
    1. Der Arbeitsplatz im Unternehmen

    Traditionell eingeübt und daher viel gewertschätzt ist der Arbeitsplatz im Unternehmen. Doch viele haben während der Krise Überkapazitäten abgebaut, die dazu führen, dass zum Teil auf 60 Arbeitnehmer nur 30 Workplaces kommen. Daher muss daher ein Teil der Belegschaft sowieso hybrid arbeiten. In einem Hybrid Work Space ist deswegen darauf zu achten, dass Kommunalität mehr in den Vordergrund rückt. Heißt also, das Büro so zu gestalten, dass dort Collaboration im Zentrum steht.

    2. Das Home Office oder HOffice?

    Das Home Office umfasst alles, was sich innerhalb des eigenen Zuhauses abspielt. Hier ist vor allem auf eine ergonomische und getrennte Raumgestaltung zu achten, sodass sich Arbeit und Freizeit nicht zu sehr vermischen. Zudem ist hier der psychologische Aspekt der flexiblen Raumnutzung im Vordergrund. Wer viel Platz hat, kreiiert sein Hoffice. Teilt den Raum und holt sich Coworker ins Haus, in den Wohnraum um Inspiration und Seretipity Momente zu nützen. Die Produktivität steigt rapid, der Austausch und Spaß auch.

    3. Die Third Places

    Third Places (dt. dritte Orte) sind die Orte, die von allen und jedem frequentiert und genutzt werden. Orte also, die sich in der Öffentlichkeit befinden und zum Arbeiten genutzt werden können. Dazu gehören vor allem Bibliotheken, Cafes, Parks oder zum Beispiel ein ICE. Hier inspirierende Orte wie Coworking in ländlicher Umgebung oder Konzepte, die einen Mix von Restaurant, Cafeteria, Fitness, Relax und Ruhezonen und auch inhaltliche Impulse geben, gut dazu passen. Wichtig bei diesen Plätzen WLAN , sowie eine Steckdose in Sicht ist. 😉

    4. Beim Kunden, im Colab oder Hub

    Manche solche Kooperationsorte mit Kunden erhöhen besonders in Entwicklungsphasen den Speed, Innovationskraft und nutzen die Ressourcen. Diese Arbeitsform kann teilweise zeitsparend sein und Kundenbeziehungen verbessern. Hier ist darauf zu achten, dass es vorher sensibel mit dem Kunden abgeklärt wird, wie lange und wo gearbeitet werden darf. Empathie ist hier also Trumpf!

    Hybride Arbeitsformen brauchen klare Zukunftsstrategien, Workplacestrategien und Rahmenbedingungen, die die Company mit ihren Mitarbeitern aushandelt. Offenes Mindset, Zukunftsgestaltung und eine Balance von Mitarbeitern-, Kunden-, und Organisationsbedürfnissen ist hier im Vordergrund und erzeugen so insgesamt eine zufriedenere Belegschaft erzeugen. Ansätze wie das Hybrid Workmodell helfen, hier Klarheit in die Arbeitsmöglichkeiten und Bedingungen, die genutzt werden können und zur Verfügung stehen, zu bringen. Die Erfolgsfaktoren im hybriden Arbeiten liegen im neuen Führungs- und Teamverhalten und im verringern des Skillgap.

    Hybrid Workmodell 12+1

    https://www.statistik.at/wcm/idc/idcplg?IdcService=GET_PDF_FILE&RevisionSelectionMethod=LatestReleased&dDocName=125148

    Teleheimarbeit | Bundesamt für Statistik (admin.ch)

    Homeoffice in Zeiten der Corona-Pandemie | Bitkom e.V.

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